Titel dieser Seite: Wettbewerb: BHAK & BHAS Polgarstraße

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Beschreibung

Eingangssituation
Jedes Gebäude, jede öffentliche Einrichtung und vor allem eine Schule in dieser Dimension benötigt einen entsprechenden Eingangsbereich. Dieser muss der Größe des Objektes angepasst sein und sollte im Fall der Schule genügend Raum zwischen Ein- und Ausgang und Straße aufweisen um den SchülerInnen die Möglichkeit zu geben sich nach dem Verlassen der Schule langsam auf die Verkehrssituation anzupassen.

Die Erschließung der Schule über das Untergeschoss ist daher bei diesem Entwurf aus mehreren Gründen sinnvoll.

  1. Schaffung einer leicht geneigten Platzfläche (6%) als An- und Auslauffläche
  2. Entsprechend dimensionierter Platzbereich vor dem Schulkomplex
  3. Aufenthaltsbereich zum Verweilen, Besprechung, Treffen, Kommunizieren usw.
  4. Die bestehende und geplante Zentralgarderobe befindet sich im UG. Daher ist eine Erschließung über die Garderobe sinnvoll. Die SchülerInnen müssten bei einer Erschließung über das EG zuerst in das UG und dann wieder in das EG bzw. in die anderen Geschosse.

Die Platzfläche sollte einen Belag aus grauen Natursteinplatten erhalten und mit schattenspendenden Bäumen, Sitzflächen unter den Bäumen sowie Wasserflächen ausgestattet werden.

Zentralraum / Aula
Als Verbindungsglied zwischen der bestehenden und der neuen Schule wird ein elliptischer Zentralraum errichtet, der sowohl als Konferenzraum, Veranstaltungs- und Versammlungsraum und als Audi Maximum dienen soll. Dieser Raum kann von beiden Schulen gleichermaßen genutzt werden. Vor dem Audi Maximum befindet sich der Welcomedesk der als Erstinformation für SchülerInnen, LehrerInnen und Eltern übernimmt.

Schulgebäude
Die gewählte Orientierung ermöglicht, dass die gewünschte Anbindung an die bestehende Schule sowohl für die Unterrichtsräume wie auch für die Turnsaäle entsprechend den Plänen der BIG möglich ist. Auch die Geschosshöhen wurden an die bestehende Schule angepasst um Rampen oder zusätzliche Stufen zu vermeiden.

Im EG des Schulgebäudes befinden sich die Administration und die Lehrerzimmer, sowie der NAVI Cluster und die Anbindung an die Turnsaäle. Im 1. und 2.OG befinden sich die geforderten 8 Lerncluster.

Im UG wurden neben der Zentralgarderobe und den notwendigen Technikräumen eine Garage für LehrerInnen und die Verwaltung geplant. Die Erschließung der Garage erfolgt direkt von der Polgarstraße aus.

Da für das Untergeschoss aus dem Raumprogramm keine weiteren Räume vorgesehen waren, ist die Lage der Garage auch aus Kostengründen hier sinnvoller als die Schaffung einer eigenen Parkplatzfläche im Schulaußenbereich.

Cluster
Die Planung und Errichtung eines Lernclusters mit möglichst individuellen Lernzonen im unmittelbaren Bereich der Klassen ist in Wien (Österreich) auf Grund der Brandschutzbestimmungen (keine Sprinkleranlagen) nur möglich wenn die Fluchtwege vor die Klassenräume gelegt werden. Mit dieser Maßnahme ist es nun möglich die Erschließungsflächen vor den Klassen mit Lerninseln und Pausenflächen auszustatten ohne dabei die Brandschutzbestimmungen zu verletzen.

Bei jedem Cluster befinden sich mehrere Lerninseln, die auf Grund der unterschiedlichen Gestaltung für unterschiedliche Zwecke von den SchülerInnen genutzt werden können. In den runden ca. 210cm hohen Holzelementen befinden sich auf der innenliegenden Seite die Sitz- und Schreibbereiche für die SchülerInnen. Auf der Außenseite der Holzelmente sind Metallboxen eingelassen die als Notebookspinde von den SchülerInnen verwendet werden können. Zwischen den Klassen wurden ebenfalls Lerninseln installiert. Diese haben mehr natürliches Licht und können in Form Gruppenspielen, Präsentationsinseln oder Lernforen genutzt werden.

Fassade
Der vor die Klassen gelegte Sichtbetonraster dient einerseits als Fluchtweg für die Klassen, andererseits als fixer Sonnenschutz für die Klassenräume und nicht zu letzt als gestalterisches Bauelement. Um diese Betonelement möglichst dünn ausführen zu können, wurde diese thermisch von den tragenden Stützen- und Deckenelementen getrennt. Gegenüber den üblichen Trent sollen die Außenfassaden der Klassen nicht raumhoch verglast werden. Auf Parapethöhe werden Holzelemente ausgeführt, erst darüber befinden sich Verglasungselemente die jedoch bis zur Deckenunterkante geführt werden um möglichst viel natürliches Licht in die Klassenzimmer zu bringen.

Sportflächen
Die geforderten Sportflächen (Weitsprunganlage, Hartplatz und 100m Bahnen) wurden im unmittelbaren Bereich zu den Turnsaälen angeordnet.

Ruhe-, Lern-, Kreativ- und Aktionszonen
Diese Bereiche befinden sich zwischen Schulgebäude und Wettbewerbs-gebietsgrenze. Jede Zone sollte eine baulich- und gestalterische differenzierte Ausgestaltung erhalten um den SchülerInnen die Möglichkeit zu geben sich im Außenbereich entsprechend Bewegen und einbringen zu können. Es ist an Lernpfade, Lerngärten, Wasserspiele für den Physikunterricht, Pflanzenkunde für den Biologieunterricht usw. gedacht.