Titel dieser Seite: Wettbewerb: Regensburg

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Beschreibung

Gemeinsam mit Dipl.-Ing. Karin Schwarz Viechtbauer.

Das Promenadendeck ist keinesfalls als Reduktionsfaktor für die verkehrliche Leistung in der Maximilianstraße geplant, sondern stellt per se eine der wenigen Möglichkeiten zur Nutzungsverdichtung an Verkehrsstraßen dar und wird nun in der zweiten Wettbewerbsphase dem übergeordnete Verkehrssystem angepasst. Durch eine differenzierte Verkehrsplanung mit dem Promenadendeck als integrierten Bestandteil wird der Nachweis der verkehrlichen Leistungen in der Maximilianstraße - Altstadtsüdumgehung - und an ihren Verkehrsknoten nachgewiesen.

Das Promenadendeck bleibt zwar die zentrale Verbindung zwischen Altstadt und Hauptbahnhof, wird jedoch durch den wettergeschützten Weg durch das Innere des Promenadendecks, wo zahlreiche Läden, Lokale, Kunstwerkstätten und Galerien den Weg säumen, und durch ein differenziertes Wegesystem durch die Parks zu beiden Seiten der Maximilianstraße ergänzt.

Aus städtebaulichen Gründen wird auf die Einführung des Promenadendecks über den Ernst-Reuter-Platz hinaus bis in die innere Maximilianstraße zugunsten einer zentralen Kreuzung sowie einer der Wegeführung im Inneren des Promenadendecks entsprechenden Unterführung verzichtet.

Der Ernst-Reuter-Platz erfährt durch ein neues transparentes "Stadttor", das die Abgänge ins Promenadendeck beinhaltet und den Maßstabswechsel in die innere Maximilianstraße übernimmt, eine Neugestaltung.

Die innere Maximilianstraße - Altstadt - erfährt durch ein mittige Ruhezone, für die Straßencafes, der Europabrunnen, Kioske und Telefonzellen, Sitzbänke etc. vorgeschlagen werden, eine Regulierung des überbreiten Straßenraumes unter Gewährleistung des Bus- und Lieferverkehrs.

Die Einbauten am Promenadendeck aber auch in der inneren Maximilianstraße unterliegen zur Gewährleistung eines qualitätvollen, ausgewogenen und einheitlichen Erscheinungsbildes einem Modulsystem, wie es die Darstellungen des Detailplans dokumentieren.
Ein dichtes Netz an Treppen, Rolltreppen und Lifts verbindet das Obergeschoss des Promenadendecks mit seinem Inneren, von wo Ausgänge und Fußgängerübergänge an den wichtigen Knoten die Fußgängerverbindungen zu den umgebenden Flächen bilden (Bahnhofstraße, Bustreff Albertstraße, Ernst-Reuter-Platz).

Die weitere Bearbeitung hatte den Verzicht der Zusammenführung der Denkmäler am Promenadendeck zur Folge. Das Keplerdenkmal, der Obelisk und die Predigtsäule werden unter Aufwertung der Umgebung an ihren alten Standorten belassen, lediglich das Bischof Sailer Denkmal und das Denkmal für König Ludwig I. von Bayern erhalten neue attraktivere Standorte in den Parks.

Generell zielt unsere Freiraumplanung auf eine Erhaltung des Baumbestandes und eine optimierte Erweiterung der Grünflächen in Einklang mit einer sensiblen Verkehrsplanung ab.

Unsere Planung bewirkt - wie der beiliegenden graphischen Darstellung zu entnehmen ist - ein Plus von ca. 2600m2 Grünflächen und ein Minus von ca. 500m2 Grünflächen, was eine Grünflächenbilanz von rund 2100m2 Gewinn bedeutet.

Die Errichtung des Promenadendecks und die dadurch bewirkte Nutzungsverdichtung erfolgt prinzipiell mit dem Ziel einer möglichst weitgehenden Erhaltung der Grünflächen.

Vereinzelte Bäume im unmittelbaren Randbereich zur Maximilianstraße erscheinen dennoch gefährdet. Obwohl konkrete Aussagen/Entscheidungen diesbezüglich erst im Zuge einer Realisierung vor Ort gemacht werden können, weisen wir dennoch 4 Bäume als Verlust aus. Für diese schlagen wir eine unmittelbare Ersatzpflanzung vor, so daß diese Baumbilanz ± 0 ausfällt.

Da Einbauten in den Parks unterbleiben und sowohl die neuen Wege als auch die Aufstellung der Denkmäler dem Baumbestand Rechnung tragen, werden im übrigen Gebiet lediglich jene Bäume, die im Baumkataster als sehr schlecht ausgewiesen werden, zur Fällung vorgeschlagen. Auf Grund der Dichte des Baumbestandes bedeutet dies aber eher eine Verbesserung für den verbleibenden Bestand, so daß Ersatzpflanzungen unterbleiben können; Baumverlust - 8 Bäume (-3 Bäume westlich des Keplergebäudes).

Vor allem in den Erweiterungen der Grünflächen wird eine große Anzahl an Neupflanzungen von unterschiedlichen Baumarten vorgeschlagen. Dies bedeutet einen Gewinn von + 24 Bäumen; die Gesamtbilanz weist ein Plus von 13 Bäumen aus.

Daten und Fakten

Art des Wettbewerbs Anonymer offener zweiphasiger Realisierungswettbewerb
Thema Städtebaulicher Wettbewerb Verbindung "Altstadt - Hauptbahnhof"
Abgabe 02.02.1998 (1.Phase)
21.07.1998 (2.Phase)
Partner Dipl.-Ing. Karin Schwarz - Viechtbauer
Konsulenten Landschaftsarchitektin Cordula Loidl Reisch
Rudolf Wenny (Verkehrsplanung)
Mitarbeiter Cand. Arch. Markus Ulrich
Cand. Arch. Johann Brunnbauer
Resultat 2.Phase, 1.Runde