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Ottakringerstrasse

BESCHREIBUNG

Die Ottakringer Straße in ihrer heutigen Erscheinung ist gekennzeichnet durch einen geradlinigen, tw. monoton anmutenden Verlauf; es fehlen gliedernden Elemente ebenso wie Aufenthaltsbereiche und Straßenbegleitgrün.
Die Gestaltung greift zwei grundlegende Bürgerwünsche, die aus dem Beteiligungsverfahren hervorgegangen sind, auf und entwickelt diese inhaltlich und formal weiter: Mehr Grün und bessere Querungsmöglichkeiten der Straße für FußgängerInnen.

Durch ein Vorziehen von jeweils zwei gegenüberliegenden Gehsteigbereichen werden der Straßenverlauf räumlich eingeengt und gleichzeitig Aufenthaltsbereiche für FußgängerInnen sowie Straßenbegleitgrün geschaffen.
Indem diese Vorziehungen konsequent mittig in jedem Baublock zwischen zwei Querstraßen konzipiert werden, entsteht ein rhythmischer räumlicher Wechsel, eine städtebauliche Sequenz von Enge und Weite.

Die Aufenthaltsbereiche sind gekennzeichnet durch folgende Gestaltungselemente bzw. Funktionsmöbel, die Beiträge zur Identitätsstiftung und Unverwechselbarkeit liefern:

  • Bodenbelag: Herschenberger Granit, 30/30, 40/60, 60/60

  • Bäume: Ginko

  • Kandelaber: für atmosphärisches Licht in den Aufenthaltsbereichen werden Kandelaber der Type MiniMilewide sorgen. Die spezifische Farbwahl im Goldton unterstützt die Identitätsstiftung für die Ottakringer Straße.

  • Sitzelemente: die Sitzelemente wurden eigens für die Ottakinger Straße entwickelt. Durch die Formgebung soll ein Sitzen "um, unter bzw. im Schatten der Bäume" sowie in alle Richtungen ermöglicht werden. Massives Holz soll gleichermaßen für Robustheit und Langlebigkeit wie für Sitzkomfort sorgen. Punktuelle Rücken- und Armlehnen erleichtern das Sitzen und Aufstehen für Menschen mit motorischen Einschränkungen.

  • Pflanztröge: An Orten, wo Baumpflanzungen in Folge vorhandener Einbauten nicht möglich sind, liefern Pflanztröge mit Gräsern bzw. Bambus Beiträge zum Stadtgrün. Die Formgebung der Tröge nimmt Anleihen an den Sitzelementen; die Abmessungen sorgen für ausreichend Erdreich, um ein Gedeihen der Pflanzen zu ermöglichen. Die Höhe der Tröge fördert die Raumbildung und reduziert missbräuchliche Nutzungen, z.B. durch Hunde.

  • Trinkbrunnen: die Aufenthaltsqualität auf der Ottakringer Straße wird durch die Anordnung von insgesamt 4 Brunnen zur konsumfreien Trinkwasserentnahme erhöht.

  • Für Radfahrer ist ein Mehzweckstreifen auf beiden Seiten der Ottakringer Straße vorgesehen. Durch drei Radabstellanlagen und eine Citybike Anlage in der Brestelgasse wird auch dem Wunsch der Fahrradfahrer entsprochen.

  • Bei jedem Aufenthaltsbereich bzw. bei jeder Straßenbahnhaltestelle wird ein City Hai Standmistkübel aufgestellt.

  • Spielelemente: im Sinne der Rückgewinnung des öffentlichen Raumes für alle Generationen und einer "bespielbaren Stadt" sieht die Planung stadtmöbelkonforme Spielelemente in Form von Gräser, Drippler und das Sprachrohr vor.

  • Für die Hundebesitzer werden in den Aufenthaltsbereichen, in denen auch Bäume stehen, Dog Stationen errichtet.

  • Ein Aufenthaltsbereich wird für die Aufstellung von Kunst im öffentlichen Raum reserviert.

  • Für die Schanigartenbesitzer wird es in den Aufenthaltsbereichen größere Flächen zum Aufstellen des Schanigartens geben. Die Bestuhlung und Bedachung der Schanigärten soll aber im Sinne eines CD für die Ottakringer Straße gewissen Richtlinien unterworfen werden.
     

Die Gestaltung bewegt sich innerhalb der technischen, budgetären und faktischen Möglichkeiten und ist an vorhandene Einbauten, eine vorgegebenen Stellplatzbilanz sowie den Budgetrahmen gebunden.

2013
Publiziert:
  • FALTER| September 2013

  • OTTAKRINGER STRASSE NEU| Ein erfolgreicher Beteiligungsprozess

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